|
|
Pergamon
|
|
CD-ROM | Links
| Literatur
|
| |
|
CD-ROM ''Pergamon - Geschichte und Monumente der antiken Stadt''
Erschienen 2000 |
Pergamon, Residenzstadt der Attaliden in Kleinasien, gehört zu den großartigsten antiken Metropolen. Herausragende Bauwerke wie vor allem der weltberühmte Pergamonaltar oder auch das Athena-Heiligtum, das Traianeum und das bedeutende Asklepios-Heiligtum sind Zeugnisse der großen Vergangenheit und werden ausführlich auf der CD vorgestellt. Hintergrundinformation über allgemeine Aspekte wie Religion oder Medizin machen die Geschichte greifbar. |
| |
Inhalt |
- der Pergamonaltar, Weltwunder der Antike
- die Attaliden, ein Herrschergeschlecht mit großen kulturellen Ambitionen
- das Asklepieion, ein antikes Kurzentrum ersten Ranges
- das Traianeum und der römische Kaiserkult
- das Amphitheater und die Welt von Brot und Spiele
- der Einzug des Christentums
|
|
|
Medien |
- mehr als 30 wichtige Gebäude
- 3D-Modelle (Pergamonaltar, Asklepios-Heiligtum, Athena-Bezirk, Traianeum)
- 360°-Panoarmen
- Zeitleiste
- Hintergrundinformationen
- interaktive Karten
|
|
| 8./7.
Jh. v.Chr. |
Im 8. oder 7. Jahrhundert v.Chr. erfolgt die griechische Gründung von Pergamon. Als mythischer Stadtgründer gilt Telephos. Der vorgriechische Name der Stadt, der "Burg" bedeutet, weist auf eine alte Besiedlung des Ortes hin. |
| 6.
Jh. v.Chr. |
Pergamon wird im 6. Jahrhundert v.Chr. von den Lydern beherrscht, deren Hauptstadt Sardes im westlichen Kleinasien liegt. Kroisos, besser bekannt als Croesus, dessen Reichtum unermesslich gewesen sein soll, ist ihr berühmtester König. |
| 6.-4.
Jh. v.Chr. |
Pergamon gehört seit der Niederlage des lydischen Herrschers Kroisos im Jahr 547/46 v.Chr. zum Persischen Reich.
Burgberg von Pergamon |
| 5./4.
Jh. v.Chr. |
Über Pergamon herrscht die griechische Dynastie der Gongyliden, die große Autonomie von den Persern behält.
Die Stadt wird im Jahr 399/400 v.Chr. erstmals literarisch erwähnt (Xenophon, Anabasis 7,8,8 und derselbe, Hellenika 3,1,6). |
|
ab 334 v.Chr. |
Nach dem Sieg Alexanders des Großen über die Perser im Jahr 334 v.Chr. fällt Pergamon in die Hände des Makedonen. Eine Nebenfrau Alexanders, die persische Prinzessin Barsine, verbringt einige Jahre mit ihrem gemeinsamen Sohn Herakles in Pergamon.
|
| 281-133 v.Chr. |
Als Alexander der Große einer Verletzung im Jahr 323 v.Chr. erliegt, wird sein Reich unter dessen Feldherren aufgeteilt. Pergamon wird vorübergehend von Lysimachos regiert, bis dessen Statthalter in Pergamon, Philetairos, von ihm 281 v.Chr. abfällt. Die von ihm konfiszierte Staatskasse des Lysimachos, die in Pergamon deponiert war, erlaubt Philetairos eine gewisse Selbständigkeit. Für etwa 150 Jahre ist Pergamon Residenzstadt der Attaliden:
Philetairos folgen Eumenes I., Attalos I., Eumenes II., Attalos II. und Attalos III. auf den Thron.
In dieser Zeit entstehen große Heiligtümer, darunter der berühmte Pergamonaltar, der sich heute im Berliner Pergamonmuseum befindet, und weitere wichtige Prachtbauten. Pergamon wird zur Metropole griechischer Kultur mit einer wichtigen Bibliothek und zahlreichen Gelehrten am Hof der Attaliden.
Der letzte Herrscher, Attalos III., vererbt, ohne legitimen Nachfolger bleibend, sein Reich an Rom, das im 3. und 2. Jahrhundert v.Chr zur bedeutendsten Großmacht am Mittelmeer aufsteigt.
Modell
des Pergamonaltars
|
| 133-131 v.Chr. |
Rom kann zunächst sein Erbe nicht antreten. Aristonikos, unehelicher Sohn Eumenes' II., meldet Anspruch auf den pergamenischen Thron an. Er erhebt sich gegen die fremde Herrschaft, wird aber von römischen Truppen besiegt. |
| nach 131 v.Chr. |
Pergamon und große Teile des Pergamenischen Reiches werden zur römischen Provinz Asia. Im 1. Jh. v.Chr. beeinträchtigen mehrere Kriege und hohe Steuern die weitere Entwicklung der Stadt. Am gravierendsten wirkt sich die Eroberung Westkleinasiens durch den König von Pontos Mithridates VI. aus. Erst als dieser, der 88 v.Chr. vorübergehend sein Hauptquartier in Pergamon eingerichtet hatte, zunächst von Pompeius und später von Sulla besiegt wird, kehrt allmählich Ruhe im Osten ein. |
| Römische Kaiserzeit |
Ab Augustus, der Kleinasien umfassend fördert, wird das Römische Reich von einem Kaiser allein regiert. Asia erlebt für mehr als 200 Jahre eine friedliche Epoche und wird zur reichsten römischen Provinz. In Pergamon, neben Ephesos und Smyrna die größte Stadt in Asia, ist ein kräftiger Aufschwung zu verzeichnen, der sich in großen Bauwerken wie den Tempel zu Ehren des Trajan und Hadrian oder Neubauten im Heiligtum des Asklepios, das zum wichtigsten Kurort des Reiches aufsteigt, niederschlägt.
Die Stadt, bis dahin weitgehend auf den Burgberg beschränkt, breitet sich in die Ebene aus.
Tempel des Trajan und Hadrian |
| Byzantinische Zeit |
Im 4. Jh. n.Chr. nimmt die Spaltung des Römischen Reiches in eine östliche und eine westliche Hälfte immer mehr zu. Nach dem Tod des oströmischen Kaisers Theodosius I. im Jahr 395 n.Chr. wird das Reich endgültig geteilt. Pergamon zählt fortan zum Oströmischen Reich, das auch Byzantinisches Reich genannt wird.
Durch den Sitz eines Bischofs behält Pergamon zwar eine zentrale Funktion. Die Stadt zieht sich jedoch auf Grund äußerer Gefahren hinter die Stadtmauer auf dem Burgberg zurück und wird mehr und mehr zur Festung zurückgestuft. Sie kann an die frühere Bedeutung nicht mehr anknüpfen. Kämpfe der Byzantiner gegen Araber und Seldschuken hemmen die weitere Entfaltung der Stadt erheblich. Zwischen 1000 und 1300 n.Chr. stellt sich allerdings eine byzantinische Nachblüte ein. |
| um 1300 |
Um 1300 übernimmt die türkische Dynastie der Osmanen die Herrschaft über Pergamon. Die Stadt besitzt für Jahrhunderte nur noch eine lokale Bedeutung. Andere Städte wie die große Hafenstadt der Levante, Smyrna, spielen eine größere Rolle. |
| 1923 |
Nach der türkischen Niederlage im 1. Weltkrieg und dem türkischen Sieg über die griechische Armee im Befreiungskrieg zwischen 1919 und 1922 gründet Atatürk 1923 die Türkische Republik, die das Osmanische Reich ablöst. |
| Heute |
Heute ist Bergama, das alte Pergamon, ein wichtiger regionaler Mittelpunkt mit 55.000 Einwohnern. Touristen aus aller Welt besuchen die sehenswerten Reste der antiken Stadt. Nachdem bereits in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts mit der wissenschaftlichen Erforschung der antiken Ruinen begonnen wurde, wird das antike Stadtgebiet seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis auf den heutigen Tag von Wissenschaftlern systematisch untersucht. Pergamon gehört zu den größten deutschen Ausgrabungen im Ausland. Unter den aktuellen Projekten ist die Untersuchung der "Roten Halle", einem monumentalen römischen Heiligtum für ägyptische Götter, hervorzuheben. |
| 2006 ff. |
Neue Untersuchungen im hellenistischen Stadtgebiet Pergamons legen am bisher unerforschten Südostabhang ein mehr fächerförmiges als rechtwinkliges Straßensystem nahe. Die Ausgräber: "Weiterhin fällt auf, dass sich die Straßenführung nicht an den Stadttoren, sondern eher an den Gebäudeecken und Eingängen des Gymnasions orientiert." Auch aus Elaia, der Hafenstadt Pergamons, gibt es neue Ergebnisse. Hier wurden durch geophysikalische Messungen unerwartet große Molen, Kaianlagen und Gebäudestrukturen nachgewiesen. Gewaltige Befestigungsanlagen und der Fund von Geschosskugeln belegen die militärische Bedeutung der Anlage. |
|
.......................................................................................................................................
|
| |
Mehr dazu auf der CD-ROM:
"Pergamon. Geschichte und Monumente der antiken Stadt"
|
.....................................................................................................................................
|
| Empfehlenswerte Links |
|
|
.....................................................................................................................................
|
|
Literaturtipps |
- Wolf-Dieter Heilmeyer (Hrsg.), Der Pergamonaltar. Die neue Präsentation nach Restaurierung des Telephosfrieses (Ernst Wasmuth Verlag GmbH & Co., Tübingen-Berlin 1997)
- Wolfgang Radt, Pergamon. Geschichte und Bauten einer antiken Metropole (Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005)
|
|
|
|